Eine der Top-Adressen bei Alzheimer-Demenz

Jürgen Schweikert macht mit vielen Kollegen den Fahrdienst zu den "Treff Aktiv"-Gruppen für Menschen mit Demenz als Teil des Demenz-Netzwerks Krefeld. Foto: Bischof

, Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld

Die Psychiatrischen Kliniken und die Neurologie des Krankenhauses Maria-Hilf Krefeld gehören laut der Focus-Studie 2020 zu den besten Kliniken Deutschlands bei Alzheimer

„Eigentlich bedürfte es keiner Vergleichsstudie, um die altersmedizinischen Einrichtungen des Krankenhauses Maria-Hilf Krefeld als seit vielen Jahren leistungsfähige Institution wahrzunehmen“, sagt Michael Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Krefeld GmbH. Dennoch ist es für ihn eine kleine Bestätigung, dass die Wahrnehmung „draußen“ ähnlich sei.

Die Studie „Top-Kliniken 2020“ im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus umfasst eine groß angelegte Beurteilung der kompletten Krankenhauslandschaft in Deutschland, im Ergebnis hinsichtlich bestimmter medizinischer Themenfelder und zusammengefasst nach Bundesländern und für ganz Deutschland. Beim Erkrankungsbild der Alzheimer-Demenz befinden sich laut dieser aktuellen Studie sowohl die Psychiatrisch-Psychotherapeutischen Kliniken als auch die Klinik für Neurologie unter den 54 Besten in Deutschland.

Leben mit Alzheimer – eine gesellschaftliche Herausforderung

Alzheimer ist mit einem Anteil von circa zwei Dritteln die deutlich am weitesten verbreitete Form der Demenzerkrankung. Es handelt sich hier um eine direkt auf das Gehirn wirkende neurodegenerative Erkrankung, gekennzeichnet durch einen fortschreitenden Abbau von Nervenzellen. Professor Dr. Hans-Jürgen von Giesen, Chefarzt der Klinik für Neurologie, macht deutlich: „Alzheimer ist nicht heilbar. Dennoch ist eine qualifizierte Behandlung wichtig, um den Verlauf der Demenz zu verzögern und die Lebensqualität der Betroffenen so hoch wie möglich zu halten.“ Das mit der Zeit immer deutlicher hervortretende „Vergessen“ sei dabei für die Patienten, die gerade in den Anfangsstadien extrem leiden, aber auch für die soziale Umgebung eine immense Belastung. Professor Dr. Ralf Ihl, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie, sagt: „In Zeiten des demographischen Wandels wird diese Erkrankung immer mehr zu einer riesigen gesellschaftlichen Herausforderung. Bereits seit Jahren knüpfen wir deshalb in Krefeld ein immer dichter werdendes Demenz-Netzwerk, das die Probleme des sozialen Zusammenlebens mildern helfen soll.“ Der Experte gibt ein Beispiel: „Es gibt schon jetzt viele Situationen wie diese: Eine demenzkranke Person vergisst, den Backofen auszuschalten und weiß nicht mehr, was der Alarmton des Rauchmelders bedeutet, auch nicht, dass sie überhaupt den Backofen angeschaltet hatte. Noch schlimmer kann es werden, wenn sie den Einsatz der Rettungskräfte für einen unbegründeten persönlichen Eingriff Fremder in ihre Privatsphäre hält. Sie kann dann schnell aggressiv reagieren, mit unter Umständen schwerwiegenden Folgen. Nur Einsatzkräfte, die gut für den Umgang mit Menschen mit Demenz geschult sind, können die Situation dann noch entspannen.“

Jeder Mensch sollte heute auf Situationen mit demenzkranken Menschen vorbereitet sein. Professor Ihl hebt ein Angebot der Alexianer Krefeld GmbH hervor, das die Lücke zwischen dem täglichen Bedarf des Patienten und dem fachlichen Knowhow im Umgang mit der Demenzerkrankung schließen helfen soll: „Wir haben vor Jahren die Fachberatung und –begleitung durch sogenannte Begleitende Unabhängige Koordinatoren (BUK) geschaffen. Diese qualifizierten Kräfte begleiten die Menschen im Alltagsleben und arbeiten eng mit dem Hausarzt im `medico-sozialen Team` zusammen.“ Die Angebote der Alexianer, wie auch die `Treff Aktiv`-Gruppen für Freizeitaktivitäten in der Gemeinschaft und die von den Alexianern über ihr Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe koordinierten Gruppen für pflegende Angehörige werden durch die Regelfinanzierung getragen.

Professor von Giesen erklärt: „Obwohl seit langem und auch aktuell mit Hochdruck an erfolgversprechenden Alzheimer-Therapien gearbeitet wird, ist mit einem Erfolg in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Deswegen müssen wir die Patienten und ihre Nöte immer mehr verstehen lernen und weitere Wege eines würdevollen Zusammenlebens beschreiten.“

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