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Viele Krankheiten und Verletzungen der Knochen und Gelenke treten im Alter verstärkt auf. Dazu zählen Knochenbrüche, Hüftoperationen, Gelenkprothesen, Osteoporose, um nur einige zu nennen. Es ist wichtig, diese Krankheiten und Verletzungen so schnell und sicher wie möglich zu behandeln.

Bei einem Knochenbruch im Alter verläuft die operative Behandlung ähnlich wie bei jüngeren Patientinnen und Patienten. Nägel, Schrauben und Prothesen helfen dabei, den Bruch zu stabilisieren und zu korrigieren.

Doch damit ist es nicht getan. Weit wichtiger ist es nun, die Sturzursache zu klären und bei der sogenannten Sturzprophylaxe vorbeugende Maßnahmen festzulegen: Warum ist es zu einem Bruch gekommen? Liegt eine Herzerkrankung vor, die den Sturz verursacht hat? Oder ist der Knochen porös und kann schon bei geringen Belastungen brechen? Bei diesen Fragen sprechen wir immer mit unseren internistischen Kollegen.

Im Zentrum für Alterstraumatologie sind nicht nur Orthopäden und Unfallchirurgen aktiv. Auch internistische Fachärzte und weitere Spezialisten sind für die Patientinnen und Patienten direkt vor Ort und arbeiten eng zusammen. Sie kümmern sich nach der Operation gemeinsam um den körperlichen Gesamtzustand der Patientinnen und Patienten, deren Genesung und vor allem um die rasche Wiedererlangung der Mobilität.

Die auf Altersmedizin (Geriatrie) spezialisierten internistischen Ärztinnen und Ärzte, Fachpflegerinnen und Fachpfleger sowie Therapeutinnen und Therapeuten sind nicht nur mit den typischen körperlichen Alterserkrankungen, wie Herz-und Kreislauferkrankungen oder Diabetes mellitus, vertraut. Mit zunehmendem Alter treten vor allem auch Demenzerkrankungen (Alzheimer, Parkinson) und Altersdepressionen verstärkt auf.

Sind Patientinnen oder Patienten nach einer Operation verwirrt, kann dies auf die Narkose zurückzuführen sein. Bei älteren Patientinnen und Patienten ist es aber wichtig abzuklären, ob sich hinter solchen Verwirrungszuständen nach einer Operation (Delir) vielleicht eine altersbedingte beginnende Demenz verbirgt.

In unserem Zentrum für Alterstraumatologie bieten wir die sogenannte geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung an. Wir beginnen die rehabilitativen Maßnahmen so früh wie möglich und setzen sie kontinuierlich fort. Gleichzeitig behandeln wir eventuell bestehende internistische Erkrankungen, wie zum Beispiel einen Bluthochdruck oder eine Zuckerkrankheit. Hierzu haben wir eine speziell ausgestattete Station innerhalb des Krankenhauses.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Klinik für Geriatrie.

Ziel der Frührehabilitation ist es, nach einer Operation Ihre Selbstständigkeit (wie zum Beispiel beim Gehen oder bei der Körperpflege) zu erhalten oder wiederherzustellen.


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