Leistungsangebote

Wenn nach einem ersten Termin eine Operation empfohlen wurde, erhalten Patientinnen und Patienten einen weiteren Termin. Bei diesem werden sie über das Operationsverfahren aufgeklärt, können mit dem Arzt alle Fragen besprechen und werden für die Narkose medizinisch vorbereitet. 

In der Regel werden Patienten am Morgen des Operationstags aufgenommen. Bei einer längeren Anreise oder anderen Gründen können wir die Aufnahme auch früher planen. Wenige Tage nach der Operation werden die Patienten schon wieder entlassen. Zum kosmetischen Wundverschluss wird selbst auflösendes Nahtmaterial verwendet, so die Fäden später nicht mehr gezogen werden. Die Nachbehandlung erfolgt in enger Abstimmung mit Ihrem einweisenden Arzt.

Operationen an Nebenschilddrüsen werden minimal-invasiv durchgeführt. Dafür ist meist ein nur zwei Zentimeter messender Hautschnitt nötig. Noch während der Operation wird die vollständige Entfernung der erkrankten Nebenschilddrüse durch einen Laborschnelltest bestätigt. Auch bei der Operation der Nebenschilddrüsen steht der Schutz der Stimmbandnerven im Vordergrund.

Wir haben aktuell deutschlandweit die größte Erfahrung mit so genannten transoralen Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüsen – kurz TOETVA - und haben diese Operation als erste in Deutschland durchgeführt. Hierbei wird über den Mundvorhof (Vestibulum) unter Videosicht operiert. Der minimal-invasive Eingriff hinterlässt auf diese Weise keine sichtbaren Narben.

Die Radiofrequenzablation ist eine hochenergetische Methode, die es erlaubt über eine Nadel, die z.B. in Tumoren eingebracht wird, Hitze einzubringen und dieses Gewebe zu veröden. Es bestehen bereits umfangreiche Erfahrungen mit dieser Methode bei Leber- und Lungenmetastasen. Jetzt wird sie auch bei Schilddrüsenknoten angewandt. Geeignet sind hierfür überfunktionelle Knoten, da wir von diesen Knoten wissen, das sie immer gutartig sind. Weiter eignen sich auch zystische Veränderungen der Schilddrüse. 

In einer lokalen Betäubung wird ultraschallgesteuert die Nadel eingebracht und das Gewebe gezielt verödet. Allerdings ist es auf diesem Weg natürlich nicht möglich eine Gewebeprobe von einem Pathologen beurteilen zu lassen. Daher wird diese Methode von uns nur für Patienten empfohlen, deren Schilddrüsenveränderung mit hoher Wahrscheinlichkeit gutartig sind oder deren Nebenerkrankungsprofil eine Operation in Vollnarkose nicht ermöglicht.

Tumore der Nebenniere werden häufig über Hormonveränderungen auffällig. Diese Erkrankungen sind selten und benötigen die Beratung durch einen erfahrenen Spezialisten. Wenn die gesamte Diagnostik in engem Kontakt zwischen Endokrinologen und Chirurgen abgeschlossen ist, wird die Entfernung des Tumors geplant. Das Standardvorgehen in unserer Klinik ist die schonende minimalinvasive Entfernung gut- und auch bösartiger Befunde mit einer Videooptik aus der Bauchrückwand (retroperitoneoskopisch). Dieses Vorgehen kann auch bei Voroperationen im Bauchraum problemlos durchgeführt werden. 

Neuroendokrine Tumore entstehen aus Zellverbänden, die in nahezu sämtlichen Organen vorkommen können, und dort an der Steuerung des Hormonhaushalts (APC-Zellen, parakrine Funktion) beteiligt sind. Sie weisen einige Besonderheiten auf. So kann erst die Fähigkeit zur tumorösen Zellvermehrung (Proliferationsindex Ki 67) eine Aussage über die Malignität machen. Wird vom Pathologen eine niedrige Proliferationsrate (< 2%) nachgewiesen, handelt es sich um einen gutartigen Befund. Weiterhin sind die Ursprungstumore meistens sehr klein und entgehen der Standarddiagnostik. Auffällig werden sie erst durch eine umfangreiche Lymphknotenmetastasierung. Diese erfordert eine umfangreiche chirurgische Entfernung des kleinen Ursprungstumors und aller befallener Lymphknoten.  Als Patient bieten wir Ihnen die umfassende Beratung in einem endokrinologisch, chirurgisch und onkologisch erfahrenen Team, die zur Behandlung solch hochspezialisierter Erkrankungen notwendig ist.


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