Sanfte Hernienchirurgie

Hernien sind Schwachstellen im Körper und heilen nicht von alleine aus. Wir sind spezialisiert auf die Diagnostik und operative Behandlung von Bauchwand-, Leisten-, Narben- und Zwerchfellbrüchen. Darüber hinaus bieten wir eine kompetente und individuelle Beratung. 

Zertifiziertes Hernienzentrum

Das Alexianer Hernienzentrum ist seit 2012 von der Deutschen Herniengesellschaft zertifiziert. Die Deutsche Herniengesellschaft (DHG) setzt bei der Zertifizierung hohe Maßstäbe.

Ein Merkmal ist die Mindestzahl operierter Patientinnen und Patienten im Jahr. Ein weiteres Kriterium ist die Teilnahme an Studien. Auf diese Weise überprüfen wir kontinuierlich die Qualität der Behandlung. In regelmäßigen Abständen werden deshalb unsere Patientinnen und Patienten befragt und nachuntersucht.

Ein Bruch in der Bauchdecke (Hernie) macht sich als seltsame, weiche Vorwölbung am Bauch bemerkbar. Mögliche Risiken und Komplikationen als Folge von unbehandelteten Brüchen sind zum Beispiel Schmerzen bei Belastung und in Ruhe, ein Darmverschluss oder eine Durchblutungsstörung des Darms mit Bauchfellentzündung. Hernien sind alles andere als harmlos. Deshalb sollte ein Bauchwandbruch immer operiert werden. Ein chirurgischer Eingriff ist die einzige erfolgversprechende Therapie. Wir bieten in unserem zertifizierten Alexianer Hernienzentrum alle Operationsverfahren und Techniken an und können individuell die passende Behandlung festlegen. 

In der Hernienchirurgie gibt es nicht nur eine Lösung. Die Aufgabe des erfahrenen Chirurgen besteht darin, die richtige Methode für den jeweiligen Patienten zu finden. 

Privatdozent Dr. med. Elias Karakas, Chefarzt

Zu den Symptomen gehören ziehende Schmerzen im Bereich der Bruchpforte, das heißt: an der Stelle an der das Gewebe beziehungsweise der Darm die Bauchhöhle verlässt. Diese treten oft bei körperlicher Anstrengung, Husten oder Pressen auf. Ein weiteres klares Anzeichen ist die sichtbare und meist im Liegen oder per manuellen Druck zurückdrückbare Vorwölbung, die meist in der Leiste auftritt. 

Ursache für eine Hernienerkrankung sind Schwachstellen im Bereich der Bauchdecke. Diese sind häufig bereits vor der Geburt aus angelegt und somit angeboren. Daraus können sich im Laufe des Lebens Bauchwandbrüche entwickeln. Es dauert aber oft viele Jahre bis sich die Bindegewebsschwäche auf diese Weise auswirkt. Hinzu kommen noch eine ganze Reihe von Risikofaktoren wie starkes Übergewicht, chronischer Husten, Bauchwasser oder Tätigkeiten, die die Bauchwand sehr belasten. Auch schweres Heben kann einen Bruch auslösen. 


MILOS-Operation

Die MILOS-Operation ist ein neues minimalinvasives endoskopisch unterstütztes Verfahren zur Behandlung von Bauchwand- und Narbenhernien. Bei der MILOS-Operation wird ein Kunststoffnetz außerhalb der Bauchhöhle implantiert. Die MILOS-Technik (Minimal invasiv less open surgery) eignet sich auch für die Versorgung sehr großer Narbenbrüche.

Uns so funktioniert es: Über einen sehr kleinen Hautschnitt werden die Instrumente und das Netz eingeführt. Das Kunststoffnetz wird innerhalb der Bauchwandschichten vor das Bauchfell hinter die Muskulatur platziert. Nach Entfernung des Bruchsackes und Vernähen der Bruchpforte wird das Netz außerhalb der Bauchhöhle ausgerollt. So liegt es zwischen dem Bauchfell, das die Eingeweide umhüllt, und der Bauchmuskulatur.
 

Die Vorteile:

  • durch die perfekte und vergrößerte Kamerasicht können die Nerven und Blutgefäße der Muskelschichten erhalten werden und somit in vollem Umfang auch die Funktion der Bauchwand
  • das Netz berührt nicht den Darm, kann also nicht mit anderen Organen verwachsen
  • das Netz kann nicht verrutschen, weil es allein durch den Druck aus dem Bauchraum an seinem Platz gehalten wird
  • die Schmerzen sind auf ein Minimum reduziert
  • es gibt weniger Komplikationen wie Blutungen, Entzündungen, Organverletzungen oder Wiederholungsbrüche
  • durch den sehr kleinen, schonenden Hautschnitt ist das kosmetische Ergebnis sehr gut. Bei Patienten, die bereits eine Narbe haben, wird diese wieder geöffnet, maximal aber nur zu einem Drittel der Narbe.


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