Christlicher Impuls und gemeinsames Grillen

Rund um den Heiligen Alexius im historischen Kreuzgang. Monika Wiedenau (4. v. l.), katholische Krankenhausseelsorgerin, mit Geschäftsführer Norman Westphal (3. v. l.) und Kolleg*innen beim Stehimpuls zum Patronatstag.

, Alexianer Krefeld GmbH

Die Alexianer feierten ihren Namenspatron am 17. Juli

Die Alexianer Krefeld GmbH ist eine katholische Einrichtung im Eigentum der Stiftung der Alexianerbrüder. Der Namensgeber und Ordenspatron der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder ist der Heilige Alexius.
Ihm ist der Patronatstag, der 17. Juli gewidmet. Wie in allen Alexianer-Einrichtungen wird auch am Standort Krefeld an diesem Tag an den Heiligen Alexius erinnert. So war es auch diesmal. Die Seelsorger brachten den Namenspatron im Rahmen eines Stehimpulses näher und als besondere Mittagspause gab es für die Mitarbeitenden ein gemeinsames Grillen im Alexianer-Park.
Die Krankenhausseelsorger Monika Wiedenau und Ulrich Hagens erläuterten an der Alexiusstatue im historischen Kreuzgang des Krankenhauses die Bedeutung des Heiligen Alexius für die Arbeit der Alexianer am Menschen. „Alexianer“ heißen heute im engeren Sinne die Träger der Alexianer-Einrichtungen, die Alexianerbrüder, und im weiteren Sinne die 34.000 Mitarbeitenden deutschlandweit und die 1.700 in Krefeld. Sie alle arbeiten im Geist der Alexianerbrüder-Gemeinschaft, der durch den Stiftungsrat in Münster als oberste Instanz getragen wird.

St. Alexius, der Patron der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder
Um 1480 tauchte erstmals der Name "Alexianer" auf, benannt nach dem Heiligen Alexius. Die Brüder wählten diesen Heiligen zum Patron ihrer Kongregation. Seit der Entstehung sorgten sie für arme, leidende und an den Rand der Gesellschaft gedrängte Menschen. Die Alexianerbrüder pflegten Kranke, besonders während der Pest-Epidemien. Im 17. Jahrhundert begannen sie mit einem neuen Dienst; sie nahmen sich der Geisteskranken an. Bis zum heutigen Tag entwickelte sich das Wirken der „Alexianer“ mit vielfältigen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens in ganz Deutschland und weltweit. 
Alexius lebte der Legende nach im 4./5. Jahrhundert und war Sohn des römischen Senatorenehepaares Euphemius und Aglaia. Sein Vater war ein barmherziger Mann und ließ regelmäßig drei Tische für Arme und Obdachlose herrichten. Sein Wunsch war es, dass Alexius eine Frau von vornehmer Herkunft heiraten sollte. Er tat es. Doch in der Hochzeitsnacht verließ er sie mit ihrem Einverständnis und gab ihr den Ehering zurück. Sein Weg führte nach Edessa, dem heutigen Urfa in der Türkei, wo er als Asket lebte und von seinen erbettelten Gaben sämtliche Arme speiste. 
Eine Legende aus dem 10. Jahrhundert berichtet, dass er 17 Jahre als Bettler vor einer Kirche in Edessa lebte. Als dem Küster zugetragen wurde, dass dieser Bettler ein heiliger Mann sei, veranlasste er dessen Verehrung. Aber Alexius floh und wurde durch einen Sturm nach Rom zurückverschlagen, wo sein Vater den als Pilger Bettelnden nicht erkannte, aber mildtätig in sein Haus aufnahm. Dort lebte er mehrere Jahre unter einer Treppe. Von einigen Leuten soll er demütigend mit Spülwasser übergossen worden sein. Sterbend gab er sich schließlich durch ein Schreiben zu erkennen.