Wie gesund sind eigentlich meine Gefäße – und was kann ich dafür tun, dass sie es möglichst lange bleiben? Genau darum geht es beim ersten Alexianer Gefäßtag am Samstag, den 12. September 2026 von 10 bis 14 Uhr im Alexianer Veranstaltungszentrum, Dießemer Bruch 77a.
Unter dem Motto „Informieren. Mitmachen. Vorsorgen.“ sind alle Bürger der Region Krefeld eingeladen, ihre Gefäßgesundheit aktiv in den Blick zu nehmen, persönliche Risikofaktoren besser kennenzulernen und direkt mit den Fachexperten ins Gespräch zu kommen.
An verschiedenen Messstationen können die Besucher orientierende Gesundheits- und Gefäßchecks durchführen lassen, ihre Ergebnisse in einem persönlichen „Gesundheitspass“ festhalten und erfahren, welche Stellschrauben sie selbst beeinflussen können. Ergänzt wird das Programm durch kurze Expertenvorträge, persönliche Gespräche sowie Infostände mit verschiedenen Mitmach-, Probier- und Erlebnismöglichkeiten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
Longevity beginnt in den Gefäßen
Ein langes Leben allein ist für die meisten Menschen nicht das eigentliche Ziel. Entscheidend ist, möglichst lange gesund, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben. Gesunde Gefäße spielen dabei eine zentrale Rolle.
Unsere Blutgefäße durchziehen den gesamten Körper, vom Kopf bis in die Finger- und Zehenspitzen. Veränderungen des Gefäßsystems können deshalb ganz unterschiedliche Organe betreffen und schwerwiegende Folgen haben. Umso wichtiger sind Prävention, das frühzeitige Erkennen persönlicher Risiken und eine moderne, fachübergreifende Behandlung.
Prof. Dr. Feride Kröpil, Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, endokrine und Gefäßchirurgie und Initiatorin des Gefäßtages, erklärt: „Wir können nicht beeinflussen, wie alt wir werden. Aber wir können einiges dafür tun, wie wir älter werden. Gefäßgesundheit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Genau deshalb möchten wir den Menschen an diesem Tag nicht nur medizinisches Wissen vermitteln, sondern ihnen etwas ganz Konkretes mitgeben: Wo liegt mein persönliches Risiko? Was davon kann ich selbst beeinflussen? Und was kann ich heute schon verändern?“ Dabei geht es Kröpil ausdrücklich nicht nur um medizinisches Wissen: „Als Ärztinnen und Ärzte sind wir selbstverständlich da, wenn Menschen erkranken. Gute Medizin beginnt für mich aber nicht erst mit der Behandlung. Sie bedeutet auch, Risiken rechtzeitig zu erkennen, Erkrankungen möglichst zu verhindern und Menschen dabei zu unterstützen, Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen.“ Und genau daran soll sich für Kröpil der Erfolg des Gefäßtages messen: „Wenn jemand nach diesem Tag eine einzige sinnvolle Veränderung mit nach Hause nimmt – und sie dauerhaft in seinen Alltag integriert –, dann haben wir viel erreicht.“
Endovaskuläres Zentrum – moderne Gefäßmedizin über Fachgrenzen hinweg
Im Alexianer Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld arbeiten Expertinnen und Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen eng zusammen, um Gefäßerkrankungen umfassend zu diagnostizieren und zu behandeln. Eine besondere Rolle spielt dabei das Endovaskuläre Zentrum (EVZ).
Hier werden die Kompetenzen verschiedener Fachdisziplinen gebündelt. Durch die zentrale Koordination in der Sektion Gefäßchirurgie können auch komplexe Befunde fachübergreifend besprochen und individuelle Behandlungsstrategien gemeinsam entwickelt werden.
Endovaskuläre Verfahren ermöglichen es heute, zahlreiche Gefäßerkrankungen minimalinvasiv über Katheter direkt innerhalb der Blutgefäße zu behandeln. Sie sind ein wichtiger Bestandteil moderner, interdisziplinärer Gefäßmedizin. Dr. Lucian Koushan-Bota, Leiter des Endovaskulären Zentrums und Sektionsleiter Gefäßchirurgie, bringt den Präventionsgedanken des Gefäßtages auf den Punkt: „Das Beste, was wir für unsere Gefäße tun können, ist, an sie zu denken, bevor sie sich bemerkbar machen.“