Klinik für Notfallmedizin mit neuem Chefarzt

12.12.19, Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld

Dr. med. Ingmar Gröning ist neuer Chefarzt der Klinik für Notfallmedizin des Krankenhauses Maria-Hilf Krefeld

Gleich zwei Neuerungen hat das Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld zu vermelden. Seit dem 1. Dezember ist die interdisziplinäre Notaufnahme strukturell zur Klinik für Notfallmedizin erweitert. Neuer und damit erster Chefarzt dieser Klinik ist Dr. med. Ingmar Gröning, Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Qualifikation Leitender Notarzt.

Damit löst er den langjährigen Ärztlichen Leiter der Interdisziplinären Notaufnahme Dr. med. Martin Dichgans ab, der nun in dieser Funktion in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Dr. Gröning  bringt eine fast zehnjährige Berufserfahrung in der verantwortlichen ärztlichen Leitung von zentralen Krankenhaus-Ambulanzen und Notaufnahmen mit. Zuletzt war er Chefarzt der Zentralambulanz und Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes Evangelisches Krankenhaus Mülheim/Ruhr.

Das Krankenhaus Maria-Hilf hat eine Planbettenkapazität von 628, die mit 253 Betten eine große Akutpsychiatrie beinhaltet. Die Notaufnahme wurde bereits umstrukturiert, um die Voraussetzungen für die erweiterte Notfallversorgung  zu erfüllen. Michael Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Krefeld GmbH, erklärt: „Dr. Gröning übernimmt mit der Notfallmedizin am Krankenhaus Maria-Hilf ein hervorragend bestelltes Feld mit einem kompetenten und erfahrenen Team. Er startet nun mit der Aufgabe, die Prozesse patientengerecht zu optimieren und die zahlreichen Facetten der Notfallmedizin und ambulanten Versorgung zu einer klinischen Einheit zu verknüpfen.“

Für den notwendigen Ausgleich bei den anstehenden Herausforderungen sorgt seine Familie mit zwei kleinen Töchtern, die ihn in positivstem Sinne auf Trab halten. Dr. Gröning ergänzt: „Wir werden nach Lank ziehen, so dass ich hoffe, dann regelmäßig mit dem Fahrrad nach Krefeld zu kommen. Denn Sport war mir immer wichtig.“

Für die Notfallpatienten die richtigen Weichen stellen

Für den neuen Chefarzt geht die Notfallmedizin an der Klinik weit über die reine „notärztliche Versorgung“ hinaus. Dazu gehöre es, den Mediziner der Notaufnahme als Entscheider zu sehen: Kann der Patient ambulant soweit stabilisiert werden, dass er wieder nach Hause kann, wird er zur weiteren stationären Behandlung bei einem Fachkollegen in der Klinik bleiben oder muss er auf die Intensivstation wechseln? Dr. Gröning erklärt: „Um die Funktion meiner Klinik als `Weichensteller` zu verdeutlichen, werden wir die Zentrale Aufnahmestation umbenennen in „Beobachtungsstation“. So wird deutlich, dass es hier nicht immer gleich um die stationäre Aufnahme gehen muss, sondern vielmehr um die Entscheidung, wie der weitere Weg der medizinischen Behandlung verlaufen soll.“  

Für den medizinischen Notfall – Erstens: Strukturen und Abläufe haben, Zweitens: Ruhe bewahren, Drittens: helfen!

Der Internist und Notfallmediziner sieht weitere Perspektiven: „Ich konnte bereits feststellen, dass die Schlaganfallversorgung im Krankenhaus Maria-Hilf mit leistungsfähigen Strukturen der Diagnostik und Therapie hervorragend aufgestellt ist. Ebenso erscheint mir das für die Behandlung von akuten Herzinfarkten gegeben zu sein.“

Diese strukturellen Gegebenheiten sind dem neuen Chefarzt sehr wichtig. Denn Dr. Gröning bezeichnet sich selbst gerne als leidenschaftlichen Reanimatologen. Und er möchte sein Expertenwissen weitergeben: „Um bei der Schulung von Wiederbelebungsmaßnahmen den richtigen Weg beschreiten zu können, habe ich mich selbst auf internationalem Niveau zum `Course Director` für fortgeschrittene Wiederbelebungsmaßnahmen (Advanced life support`) ausbilden lassen. Diese internationale Zertifizierung erlaubt es mir, qualifiziert dabei mitzuwirken, den Standard an Know-how in der Reanimation in Krefeld weiter zu verbessern.“

Dabei gehe es ihm vor allem um Effizienz in der Lebensrettung. In allen klinischen Bereichen und zuallererst in der Notfallmedizin solle der Notfall nach dem Prinzip versorgt werden: Struktur und organisierte Abläufe haben, Ruhe bewahren, Patient helfen!

Strukturen der Notfallversorgung im Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld

Interdisziplinäre Notaufnahme mit Schockraum, septischen und aseptischen Behandlungsräumen, ambulantem OP.

Beobachtungsstation mit Überwachungsplätzen (`IMC` - Intermediate Care) zur Vitalwertekontrolle.

Anerkannte erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) – unter anderem sind vorzuhalten: Intensivstation mit mindestens 10 Betten, auch zur Beatmung, 24-Stunden-MRT-CT, Hubschrauberlandestelle.

Dr. Ingmar Gröning in Stichworten

Geboren 1979 in Issum-Sevelen,

verheiratet, zwei Töchter

Sprecher der DGINA-Landesgruppe NRW. Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) e.V. ist der Berufsverband der Notfallmediziner. Zitat DGINA: „Das wichtigste Ziel der DGINA ist die Förderung und der Aufbau einer interdisziplinären, professionellen Notfallmedizin in Deutschland als eigenständiges Fachgebiet sowie die Etablierung und Unterstützung von interdisziplinären Notaufnahmen.“

Ausgebildeter AMLS-Course Director und PHTLS-Instructor (Akutmedizinische Versorgung von internistischen und neurologischen Patienten sowie prähospitale Versorgung von Traumapatienten).

 

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