Telefonaktion Darmkrebs lief am 12.04.2021 in Kooperation mit der Rheinischen Post

Alexianer Darmkrebszentrum Krefeld beteiligt sich mit Telefonaktion an Darmkrebsvorsorgekampagne

Die  Spezialisten des Alexianer Darmkrebszentrums Krefeld standen am Montag, den 12.04.2021 für persönliche Fragen zur Darmkrebserkrankung und deren Vorsorge und Früherkennung zur Verfügung. Die Aktion läuft in Kooperation mit der Rheinischen Post - Lokalredaktion Krefeld.

Dr. Wilhelm-Ulrich Schmidt, Ärztlicher Leiter des Alexianer Darmkrebszentrums, Dr. Stefan tho Pesch, Leitender Arzt der Abteilung für Gastroenterologie, Dr. Adam Gorzawski, Koordinator des Alexianer Darmkrebszentrums und PD Dr. Elias Karakas, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Endokrine Chirurgie, bedanken sich herzlich für die zahlreichen Anrufe und wichtigen Fragen zu Prophylaxe, Früherkennung und Therapie. Die Rheinische Post Krefeld hat am 14.04.2021 einen Bericht dazu veröffentlicht. 

Vorsorge und Früherkennung beim Darmkrebs
Darmkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung des Dickdarms und des Enddarms. Laut Veröffentlichung des Robert Koch Instituts (RKI), in dem das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) angesiedelt ist, versterben auf Datenbasis 2016 in Deutschland pro Jahr circa 25.000 Menschen an Darmkrebs, und es gibt mehr als 58.000 Neuerkrankungen. „Die Rate der Krebsneuerkrankungen ließe sich um bis zu 45 Prozent senken – würden alle Maßnahmen der Krebsprävention konsequent umgesetzt“, heißt es in einem Pressebericht des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) von 2018.

Meist entsteht Darmkrebs aus gutartigen Polypen. Diese Darmpolypen können während einer Darmspiegelung – auch Koloskopie genannt – erkannt und direkt entfernt werden, wodurch erst gar keine bösartigen Tumoren entstehen und so das Krebsrisiko entscheidend sinkt. Darmkrebs entsteht in der Regel im höheren Alter, kann jedoch auch bei familiärer Vorbelastung in jungen Jahren entstehen. Ab dem 50. Lebensjahr zahlen die Krankenkassen einen jährlichen Test auf okkultes Blut im Stuhl (Haemoccult), das heißt der Stuhl wird auf Blut hin als Hinweis auf eine mögliche Krebserkrankung untersucht.

Seit April 2019: Bei Männern ab dem 50. und bei Frauen ab dem 55. vollendeten Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Vorsorgedarmspiegelung (Koloskopie). Anspruch auf eine zweite Vorsorge-Koloskopie besteht im Abstand von mindestens zehn Jahren nach der ersten Spiegelung. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Hausarzt oder niedergelassenen Gastroenterologen.
Wichtig: Entgegen der reinen Vorsorge-Koloskopie kann bei Beschwerden oder sonstigen Auffälligkeiten jederzeit eine Koloskopie durchgeführt werden.

Die Experten des Alexianer Darmkrebszentrums Krefeld am Krankenhauses Maria-Hilf wollen darüber aufklären, wie wichtig Früherkennung ist und, falls festgestellt, welche mittlerweile sehr guten Behandlungsmöglichkeiten bestehen. Die Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Fachgebiete arbeiten dabei eng im Darmkrebszentrum zusammen. Jeder Fall wird in der Tumorkonferenz besprochen, um die optimale Behandlungsstrategie festzulegen.

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie geben die Darmspezialisten die dringende Empfehlung der Vorsorge, Früherkennung und Behandlung.

Dr. Wilhelm-Ulrich Schmidt, Leiter des Alexianer Darmkrebszentrums macht deutlich: „Die Patienten sind im Krankenhaus viel besser infektionsgeschützt, als an den meisten anderen Orten. Vielmehr kann eine durch unbegründete Ängste aufgeschobene Untersuchung oder Behandlung den Therapieerfolg erheblich beeinträchtigen. Wir appellieren daher unbedingt zu Früherkennung und Behandlung, in dem Umfang, wie es erforderlich ist.“

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