Rehabilitation - Stark werden nach einem Trauma

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung. Sie entsteht als Folge einer schweren traumatischen Erfahrung. Nach einer stationären Behandlung können wir Ihnen eine nahtlose ambulante oder stationäre Weiterbehandlung in unserer Rehabilitationsklinik für Psychotraumatologie anbieten.

Für die medizinische Rehabilitation stehen 21 stationäre Plätze zur Verfügung. Während Ihres Aufenthalts wohnen Sie in einem Einzelzimmer in einer kleinen Wohngruppe. Der Austausch untereinander ist Teil unseres Konzeptes und tut Ihnen gut. Unsere Rehabilitationsklinik ist eingebettet in eine Parkanlage. Die Klinik befindet sich in zentraler Lage. Zur Innenstadt sind es fußwärts nur wenige Kilometer. Die öffentlichen Verkehrsverbindungen sind optimal und befinden Sie direkt in unmittelbarer Nähe.

Zwei bis sieben

von 100 Menschen sind schätzungsweise einmal im Leben von einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) betroffen. In unserer Rehabilitationsklinik für Psychotraumatologie können Sie Ihre Gesundheit stärken.

Inklusion bedeutet Respekt davor, dass gehörlose Menschen eine andere personale, sprachliche, kulturelle und soziale Identität haben.

 

Psychotherapie in Gebärdensprache

Bei der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung steht die Ursache für die Krankheitsentwicklung im Mittelpunkt. Behandelt werden neben den Belastungsreaktionen auch depressive und somatoforme (psychosomatisch) sowie Borderline Störungen. Es kann sein, dass aufgrund der Belastungen Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt und im familiären und sozialen Leben entstanden sind. Auf diese Problematik ist die medizinische Rehabilitation ausgerichtet.

Wo werden Sie wohnen?

In der Regel wohnen Sie für mehrere Wochen in einem Haus mit bis zu sechs hörenden und gehörlosen Personen in Einzelzimmern, umgeben von einer Parkanlage.

 

Dort bieten wir:

  • Soziales Kompetenztraining, Psychoedukation und störungsspezifische Gruppen. Hierzu gehören eine Schlafförderungsgruppe, Medikamententraining, Basale Stimulation, die Depressionsgruppe sowie die Bewegungs- und Ergotherapie. 
  • Einzeltherapien finden mit einer Therapeutin statt, die die Gebärdensprache beherrscht.

 

Wie können Sie das Angebot in Anspruch nehmen?

Idealerweise kommen Sie zu einem Erstgespräch in unser Haus mit einer Überweisung Ihres Haus- oder Facharztes. Die Rehabilitation können Sie stationär, ganztägig ambulant oder als ambulante Psychotherapie in Anspruch nehmen.

Ansprechpartnerin: 

Jennifer Söhn
Diplom-Sozialpädagogin
Geprüfte Gebärdensprachdolmetscherin
Systemische Therapeutin
Heilpraktikerin für Psychotherapie

Tel.: (02151) 334-7282

Ganztägig ambulante medizinisch-orientierte berufliche Rehabilitation in Köln-Süd

Wenn die berufliche Situation krank macht, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen gesundheitliche Perspektiven. Mit der ganztägig ambulanten Rehabilitation ermöglichen wir durch gezielte medizinisch-therapeutische Maßnamen neue persönliche und berufliche Wege. Dieses besondere ambulante Rehabilitationsangebot wird unter dem Begriff "GAMBOR" geführt. Auf dem Gelände der Diakonie Michaelshoven in Köln führen wir in Kooperation mit dem Berufsförderungswerk Köln diese Rehabilitation durch. 

Zertifizierte Qualität

Seit 2015 ist unsere Rehabilitationsklinik für Psychotraumatologie zertifiziert nach QReha. QReha ist ein von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation anerkanntes Qualitätsmanagement-Verfahren, das sich an der DIN ISO 9001 orientiert. Direkt zum Zertifikat: Rehabilitationsklinik für Psychotraumatologie
 

Ursache der Posttraumatischen Belastungsstörung ist eine Extremsituation, in der sich der Betroffene stark bedroht, hilflos oder ausgeliefert fühlt. Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann unmittelbar nach dem Trauma oder erst Wochen, Monate oder Jahre später Symptome verursachen.

Ursachen können folgende Erlebnisse auslösen: 

  • Schwerer Unfall 
  • Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung
  • Vergewaltigung 
  • Sexueller Missbrauch oder Misshandlung in der Kindheit 
  • Verbrechen, gewalttätige Angriffe auf die eigene Person 
  • Krieg, Gefangenschaft, Geiselnahme, Folter 
  • Terroranschläge
  • Naturkatastrophen 

 

Folgende Faktoren können das Risiko an einer posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken, erhöhen: 

  • Eine sehr lange Dauer und besondere Schwere des Traumas 
  • Mangelnde Unterstützung durch Freunde und Familie, schwaches soziales Netz
  • Vorangegangene Traumen oder psychische Krankheiten 
  • Eine Gewalterfahrung durch andere Menschen wird oft schwerer verkraftet als das Trauma durch eine Naturkatastrophe 
  • Manche Berufsgruppen haben ein erhöhtes Trauma-Risiko, da sie häufiger belastende Ereignisse verarbeiten müssen (zum Beispiel Einsatzhelfer, Polizisten, Soldaten) 

Für die medizinische Rehabilitation ist die Kooperation mit externen Institutionen besonders wichtig, um den Brückenschlag zur sozialen und beruflichen Rehabilitation zu unterstützen. 

Zu den externen Kooperationspartnern gehören Rehabilitationsfachberater der Deutschen Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften, Integrationsämter, Berufsförderungs- und Berufsbildungswerke und Vertretern der Arbeitsämter.

Zur Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft bestehen enge Zusammenarbeiten mit der Agentur für Arbeit, dem Arbeitslosenzentrum Krefeld, dem Jugendamt Krefeld und Willich, dem Deutschen Berufsförderungswerk, dem Integrationsfachdienst für psychosoziale Hilfe, dem Integrationsamt Köln, der örtlichen Fürsorgestelle Krefeld und dem Gesundheitsamt in Düsseldorf und Krefeld.

Für die spezielle Situation für Opfer von Gewalttaten bestehen enge Kooperationen mit den Verbänden des Opferschutzes und dem Landschaftsverband Rheinland.


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