Alexianer Prostatazentrum

 

Im Alexianer Prostatazentrum am Krankenhaus Maria-Hilf gewährleisten wir eine interdisziplinäre Beratung zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms (Krebs).

Wir arbeiten zudem eng mit den niedergelassenen Urologen und Onkologen zusammen. Dies kommt unseren Patienten zugute.

Bösartige Prostatatumore

Prostatakrebs ist der häufigste Tumor des Mannes und betrifft jährlich mehrere 10.000 Männer in Deutschland. Die Behandlung des Prostatakrebses in all seinen Stadien ist gut möglich. In einem Team aus Spezialisten verschiedener Fachrichtungen wird im Rahmen einer sogenannten Tumorkonferenz der Behandlungspfad festgelegt und mit dem Patienten ausführlich besprochen. Dies ist gerade bei der Fülle an Behandlungsmöglichkeiten, die wir Ihnen in unserem Zentrum anbieten, sehr sinnvoll.

Dabei ist uns der Brückenschlag zwischen Klinik und Praxis sehr wichtig. Diese kommt Ihnen als Patient zu Gute und gewährleistet eine unkomplizierte Weiterbehandlung.

Therapie des Prostatakrebses

Bei der Therapie des Prostatakrebses stehen bei uns drei wesentliche Teilaspekte im Vordergrund.

 

Die drei Säulen der Therapie: 

  1. den Krebs sicher zu therapieren (onkologische Sicherheit)
  2. dem Patienten die Kontrolle über den Urin zu erhalten (Kontinenzerhalt)
  3. dem Patienten die Gliedsteife zu erhalten (Potenzerhalt)

 

Operative Therapie des Prostatakrebses

Die operative Therapie des Prostatakrebses stellt sowohl beim auf die Prostata begrenzten Tumor, als auch in Einzelfällen beim metastasierten Tumor einen wesentlichen Bestandteil der Therapieoptionen dar.

Das urologische Kompetenzteam unter Leitung von Chefarzt Dr. Jens Westphal bietet seit August 2003 als eine der ersten Urologien in Deutschland unseren Patienten die Schlüssellochtechnik für die Operation (laparoskopische Technik) an. Weiter Infos dazu erhalten Sie unter Opens internal link in current windowZentrum für laparoskopische urologische Chirurgie.

 

Laparoskopie - Minimalinvasive operative Technik

Bei der operativen Technik (Laparoskopie) wird die Prostata über Hülsen mit speziellen Instrumenten unter Kamerasicht entfernt. Falls notwendig können gleichzeitig auch Lymphknoten im Operationsgebiet mit entfernt werden. Die Patienten stehen am folgenden Tag auf und können essen und trinken. Diese verfeinerte Methode umgeht den Weg durch die Bauchhöhle und verhindert so zusätzliche Darmirritationen und mögliche Verletzungen von in der Bauchhöhle befindlichen Organen, was in der Folge zu Verwachsungen führen könnte. Weitere Vorteile sind eine schnelle Frühkontinenz und eine maximale Schonung der für die Potenz wichtigen Strukturen. Auch das klassische offen- operative Verfahren wird bei uns unter Zuhilfenahme  spezieller optischer Hilfsmittel zur besseren Übersicht (hochauflösende Lupenbrillen mit Lichtquelle) angeboten.

 

Strahlentherapie zur Therapie des Prostatakrebses

Ein zweiter wichtiger Bestandteil der Therapie des Prostatakrebses ist die Strahlentherapie mit vergleichbaren Heilungschancen. Durch die Kooperation mit erfahrenen Strahlentherapeuten in unserem Zentrum können wir Ihnen alle etablierten, modernen Bestrahlungsmethoden (von innen und außen) anbieten. 

Brachytherapie - innere Bestrahlung 

Ein Beispiel hierfür die die Brachytherapie („innere Bestrahlung“ = LDR oder HDR).

Bei der LDR-Brachytherapie werden ebenfalls Hohlnadeln über den Damm in die Prostata eingeführt. Über diese Hohlnadeln werden nach einem vorher berechneten Plan die sog. Seeds („Körnchen“) in der Prostata platziert. Seeds sind etwa reiskorngroße, radioaktiv strahlende Jod-Stifte (J125) (Abb.3). Die Seeds bleiben in der Prostata und geben so ihre Strahlungsenergie langsam über einen Zeitraum von etwa einem Jahr ab. Die Strahlungsintensität ist so gewählt, dass der Prostatakrebs in therapeutischer Dosis bestrahlt wird und umgebende Personen nicht gefährdet werden.

Bei der HDR-Brachytherapie werden in Narkose bzw. Spinalanästhesie Hohlnadeln über den Damm in der Prostata platziert. Über diese Hohlnadeln fährt kurzzeitig eine radioaktive Quelle (Iridium192) in die Prostata. Nach einem vorher berechneten Bestrahlungsplan verweilt dieseQuelle an den jeweiligen Positionen in der Prostata und gibt die entsprechende Strahlendosis ab. Diese Verfahren werden nach vier Wochen wiederholt. Um diese beiden Bestrahlungstermine erfolgt eine insgesamt fünfwöchige Bestrahlung durch die Haut; diese wird ambulant durchgeführt.  

Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPS = benignes Prostatasyndrom)

Die weitaus häufigste Erkrankung der Prostata ist die gutartige Vergrößerung (BPS = benignes Prostatasyndrom). In der 5. Lebensdekade ist bei 50% der Männer eine solche Vergrößerung nachzuweisen. 10-25% aller Männer benötigen im Verlauf ihres Lebens eine Behandlung bezüglich des BPS.

Wie entsteht eine gutartige Vergrößerung der Prostata ?

Die genauen Ursachen für das altersabhängige Wachstum der Prostata sind noch immer nicht geklärt. Hormonschwankungen, Lebensalter, Rasse und genetische Veranlagung sind Faktoren bei der Entstehung des BPS. Von der Wucherung ist vor allem die Zone um die Harnröhre betroffen, das „Fruchtfleisch“ der Prostata. Durch den daraus entstehenden Druck auf die Harnröhre entwickeln sich die typischen Symptome. 

Symptome der gutartigen Prostatavergrößerung

Die Symptome sind vielfältig und können unterteilt werden in:

  •  Probleme beim Wasserlassen (Miktionsbeschwerden):
    Harnstrahlabschwächung, Verlängerung der Miktionszeit, Startverzögerung, Restharngefühl und Harnverhalt
  •  Speicherstörungen der Blase (irritative Symptome)
    häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen, imperativer Drang und Dranginkontinenz

Langfristig führt das BPS zu Restharnbildung, wiederkehrenden Harnwegsinfekten, Blasensteinbildung, Harnverhaltung und einer Überlaufblase mit oder ohne Nierenstau.  

Diagnostik der gutartigen Prostatavergrößerung

Neben der Tastuntersuchung durch den Urologen sind die Bestimmung des PSA- Wertes im Blut (prostataspezifisches Antigen) und eine Ultraschalluntersuchung der Prostata wichtige Bestandteile der Diagnostik. Mit den o. g. Verfahren kann unter anderem die Größe der Prostata bestimmt werden, woraus sich eine mögliche Therapieoption ergibt. Auch kann durch diese Untersuchungen beim Urologen (Vorsorge) ein möglicher Prostatakrebs früh erkannt werden und mittels Gewebeprobe aus der Prostata diagnostiziert werden. Messung des Harnstrahls, Urinuntersuchungen und Fragebögen zur Ausmaß der Beschwerden vervollständigen die Diagnostik.

Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung

In den Frühstadien der Erkrankung kann eine medikamentöse Therapie oft Linderung verschaffen. Ist die Erkrankung mit Medikamenten nicht mehr zu beeinflussen, erfolgt die operative Therapie.

Hier stehen uns unterschiedliche Therapieoptionen zur Verfügung:

Ausschälung der Prostata durch die Harnröhre (TUR-Prostata)

Dieses Verfahren stellt nach wie vor den „Goldstandard“ bei der operativen Therapie des BPS dar. Dabei wird das überschüssige Prostatagewebe im Rahmen einer Blasenspiegelung mittels einer elektrischen Schlinge "ausgehobelt".  

Laseroperation der Prostata (TULEP)

Bei sehr starker Vergrößerung der Prostata oder falls ein Patient auf seine blutverdünnenden Medikamente (Marcumar, Plavix, ASS, …) nicht verzichten kann hat sich zur Verringerung möglicher Blutungen das Laserverfahren zur Operation durchgesetzt. In unserer Klinik haben wir uns auf die Ausschälung der Prostata spezialisiert. Anders als bei Verdampfungsverfahren (z. B. Greenlight- Laser) können wir so Gewebe für eine feingewebliche Untersuchung gewinnen. Unsere Operateure sind international renommiert und als Gastoperateure im In- und Ausland tätig. 

Entzündung der Prostata (akute oder chronische Prostatitis)

Die Entzündung der Prostata ist eine sehr unangenehme Erkrankung, die mit Schmerzen im Dammbereich und Störungen beim Wasserlassen einhergeht.

Ursache sind oft Bakterien aber auch andere Faktoren. Es besteht die Gefahr einer chronischen Verlaufsform mit weitreichender Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten der Urologie

Der niedergelassene Urologe ist Ihr Ansprechpartner bei der Diagnostik und Therapie der Prostataentzündung. Durch unsere gute Kooperation stehen wir als Klinik als Partner Ihres Urologen bei der Diagnostik und Therapie helfend zur Seite.

Zurück zur Opens internal link in current windowSeite Klinik für Urologie und Kinderurologie

Leitung

Dr. med. Jens Westphal, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Leiter des Prostatazentrums am Krankenhaus Maria-Hilf in Krefeld

 

Chefarzt Klinik für Urologie und Kinderurologie

Leiter Alexianer Harnsteinzentrum

Leiter Alexianer Prostatazentrum

Leiter Zentrum für laparoskopische urologische Chirurgie


Dr. med. Jens Westphal
Facharzt für Urologie
Spezielle Urologische Chirurgie
Dipl.-Gesundheitsökonom

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T (02151) 334-2381
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