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Ultraschall im Operationsgebiet im Einsatz

  • Die laparoskopische Ultraschallsonde wird von PD Dr. Elias Karakas (r.) über einen 12mm messenden Arbeitskanal direkt an die betroffenen Organe im Bauchraum – hier die Leber - geführt, um auf diese Weise auffällige Befunde mit maximaler Auflösung beurteilen zu können.
18.05.18, Krefeld

Den Kliniken der Chirurgie und Urologie des Krankenhauses Maria-Hilf Krefeld steht jetzt ein hochmodernes Sonographiegerät zur optimalen Darstellung von Tumoren während der Operation zur Verfügung.

Seit Anfang Februar nutzen die Chirurgen und Urologen des Krankenhauses Maria-Hilf in Krefeld ein spezielles Ultraschallgerät, das es ermöglicht, während der Operation Tumoren in Organen, auch und gerade, wenn diese tiefer gelegen sind zu lokalisieren und genauestens zu beurteilen. Dies gilt sowohl für offene Operationen, als auch für Operationen, die mittels der modernen Schlüssellochtechnik durchgeführt werden.

Privatdozent Dr. Elias Karakas, Direktor der Chirurgischen Kliniken und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Endokrine Chirurgie zeigt sich hoch erfreut, dass die Geschäftsführung einer Anschaffung dieses High-Tech-Gerätes zugestimmt und das fächerübergreifend nutzbare Gerät zur Verfügung gestellt hat.

Er erklärt: „Durch den Einsatz gelingt es, sowohl gutartige, als auch bösartige Veränderungen in tiefer gelegenen Gewebsschichten zu erkennen. Durch die genaue Eingrenzung der zu entfernenden Tumoren wird die Sicherheit erhöht, dass alle Krebszellen komplett entfernt werden. Zum anderen wird gesundes Gewebe besser geschont. Mit der intraoperativen Sonographie lassen sich nämlich auch verdeckte Strukturen so abgrenzen, dass gezielt nur die auffälligen Gewebeanteile angegangen werden. Entweder werden sie sofort komplett entfernt oder es werden Proben zur weiteren Untersuchung genommen.“

Sonographiert wird mittels einer speziellen sterilen Schallsonde, die direkt auf dem Organ aufgesetzt wird, zum Beispiel bei offenen oder laparoskopischen Operationen der Leber, der Nieren und der Bauchspeicheldrüse. Durch das direkte Auflegen sind auch kleinste Strukturen darstellbar, die Tiefe des Tumors sowie die Nähe zu Nachbarstrukturen, wie Blutgefäßen optimal beurteilbar. Somit ist der Operateur „einfach näher dran“, wie Dr. Karakas es formuliert. Er betont: „Die Präzision sowie der Erfolg der Operation werden erhöht, was ganz im Sinne der optimalen Therapie ist und der Patientensicherheit dient. Auch können Mehrfachoperationen durch diese Technologie, die auch heute noch meist nur in größeren Kliniken genutzt wird, vermieden werden.“ Michael Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Krefeld GmbH, ergänzt: „Die Anschaffungskosten sind gut angelegt. Denn das Sonographiegerät wird von allen operativen Fachgebieten unseres Krankenhauses genutzt, die bei der gezielten Behandlung tiefer gelegener Krebsgeschwüre auf bestmögliche Bildgebungstechnik angewiesen sind. Die Krebsbehandlung ist eine der Kernkompetenzen unserer Kliniken, die gerade hier fächerübergreifend eng zusammenarbeiten.“ Die Behandlung des Darms, der Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Prostata, Nieren und Blase wird durch die intraoperative Sonographie verbessert. Auch für das Anlegen von Venen- oder Arterienkathetern zur Regionalanästhesie ist die Sonographiesteuerung hilfreich. Bilder und Bildsequenzen des Ultraschalls können direkt in der elektronischen Patientenakte gespeichert werden.

 

 

Kontakt zum Thema:

PD Dr. Elias Karakas - Sekretariat Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailNadja Leisten, Telefon 02151-3342391

Pressekontakt:

Alexianer Krefeld GmbH
Frank Jezierski
Pressereferent
Telefon: 02151-3343060
Fax: 02151-334555102
E-Mail: frank.jezierski@alexianer.de

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