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Darmkrebs: Früherkennung in vielen Fällen entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung

  • Telefonaktion zum Darmkrebsmonat März. V. l. n. r.: Gastroenterologe Prof. Dr. Tobias Zekorn, Tönisvorst, Chirurg PD Dr. Elias Karakas und Gastroenterologe Dr. Stefan tho Pesch, Krefeld.
13.04.18, Krefeld

Die Experten des Krankenhauses Maria-Hilf in Krefeld und Tönisvorst setzten am Donnerstag die Idee in die Tat um, nach Ende des jährlichen Darmkrebsmonats März eine Telefonaktion durchzuführen, um noch bestehende Fragen seitens der Bürger zu klären.

Professor Dr. Tobias Zekorn, Gastroenterologe und Chefarzt in Tönisvorst, sein Kollege Dr. Stefan tho Pesch, Leitender Arzt der Abteilung für Gastroenterologie in Krefeld und Privatdozent Dr. Elias Karakas, Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Endokrinen Chirurgie konnten am Experten-Telefon einiges zur Klärung von Unsicherheiten beitragen.

Die oft wiederholte, aber noch immer notwendige Botschaft ist: Gerade beim Darmkrebs sind die Möglichkeiten der Früherkennung unbedingt zu nutzen! Denn der Darmkrebs wächst langsam und verursacht im Frühstadium keine Beschwerden. Ohne Untersuchung kann sich aus einem anfangs gutartigen Polypen, der im frühen Stadium meist im Rahmen einer Darmspiegelung komplett entfernt werden kann, unbemerkt ein bösartiger Tumor entwickeln. Die Vorsorgeuntersuchungen der Wahl sind daher Stuhltest und Darmspiegelung. Die Krankenkassen bezahlen den Stuhltest bei Patienten ab dem 50. Lebensjahr, die Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr.

Prof. Zekorn erklärt: „Blut im Stuhl sollte unbedingt zur näheren Abklärung eine Koloskopie nach sich ziehen. Dies kann zwar auch andere Ursachen haben, doch erst die Spiegelung kann Klarheit bringen.“ Dr. Stefan tho Pesch, mit ähnlichen Fragen konfrontiert, ergänzt: „Mit einer Koloskopie sind wir in der Lage, direkt in einem Arbeitsgang und somit schonend Polypen abzutragen, aus denen sich ein Darmkrebs entwickeln könnte.“ Aber auch ohne Blut im Stuhl mache die Koloskopie Sinn, denn nicht jeder Tumor blutet. Eine Patientin konnte er am Telefon beruhigen: „Nach einer unauffälligen Darmspiegelung ist eine Kontrolle erst nach zehn Jahren erforderlich.“

„Auch bei fortgeschrittenen Erkrankungen stehen uns heute viele Möglichkeiten zur Verfügung, zur Heilung bösartiger Erkrankungen beizutragen. Hierzu gehört der routinemäßige Einsatz minimal-invasiver Techniken, der so genannten Schlüsselloch-Chirurgie“, antwortet PD Dr. Karakas auf Fragen zur Belastung durch Operationen und zeigt auch die Bedeutung der Nachsorge auf: „Viele Patienten können wir so operieren, dass sie mit guter Perspektive und ohne Einschränkungen schnell wieder in den gewohnten Alltag zurückkehren können. Dies gilt für Operationen am Darm, und auch an der Leber und Lunge, da sich die Patienten durch die laparoskopische Chirurgie schneller erholen als nach offenen Operationen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist für uns die Behandlung nicht beendet. Innerhalb unseres Teams, das neben der Gastroenterologie und Chirurgie unter anderem aus Onkologen, Strahlentherapeuten, Schmerzspezialisten, Psychoonkologen, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten und dem Pflegepersonal besteht, bieten wir unseren Patienten umfassende Hilfe an.“ Und regelmäßige Kontrollen sollen den Lebensalltag erleichtern und eine Wiedererkrankung verhindern helfen.

 

 

Kontakt zum Thema:

Dr. Stefan tho Pesch - Sekretariat Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailHelga Schroer, Telefon 02151-3341241

Pressekontakt:

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Frank Jezierski
Pressereferent
Telefon: 02151-3343060
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E-Mail: frank.jezierski@alexianer.de

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