Verhaltensauffälligkeitsstation mit Schwerpunkt Demenzen

Aufnahmegründe

Die Station bietet das erforderliche beschützende Umfeld zur Behandlung von Erkrankungen, die mit einem hohen Risiko für sich selbst oder andere einhergehen.

  • Schwere Demenzerkrankungen (z.B. Alzheimerkrankheit)
  • Schwere Depressionen
  • Schwere Angst- und Zwangsstörungen
  • Schwere Psychosen
  • Delir oder schwere Entzugserscheinungen

Auch ältere Menschen in akuten Lebenskrisen, die mit Lebensüberdrussgedanken einhergehen können, finden hier eine Behandlungsmöglichkeit.

Umfassende Untersuchung

Zu Beginn steht eine ärztlich-psychiatrische Untersuchung und die Durchführung notwendiger Diagnostik wie z. B. Laboruntersuchungen, EKG, EEG, Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) oder neuropsychologische Testverfahren zur Erfassung von Hirnleistungsstörungen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Inneren Medizin und den anderen Fachabteilungen des Hauses.

Behandlung

Entsprechend dem Konzept der teamorientierten Psychiatrie wird in einem Team aus unterschiedlichen Berufsgruppen, zu dem auch der zu behandelnde Mensch sowie, die ihn versorgenden Angehörigen und Pflegenden einbezogen sind, ein individueller Behandlungsplan erstellt. Das Team folgt dabei primär kognitiv –verhaltenstherapeutischen und systemischen Ansätzen. In diesem Rahmen werden angeboten:

  • Förderung  eigener Kompetenzen
  • Aktivierende Pflege mit Training der lebenspraktischen Fähigkeiten und Förderung der Selbstständigkeit
  • Training der geistigen Fähigkeiten
  • Ergotherapeutische kreative Beschäftigungsangebote
  • (Kranken-)Gymnastik
  • physikalische Anwendungen wie Massagen oder Bäder
  • Angebote zur Sinneswahrnehmung (Basale Stimulation)
  • Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Medikamentöse Behandlung
  • Konfessionsübergreifende Seelsorge
  • Sozialarbeiterische Unterstützung bei der Organisation der häuslichen Versorgung oder bei der Heimplatzsuche
  • Planung der weiteren nachstationären Behandlung
  • Gesprächsgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz

Ziel der Behandlung ist, soweit möglich die Verhaltensauffälligkeiten zu beseitigen oder zumindest zu reduzieren, um eine möglichst rasche Rückkehr in die gewohnte häusliche oder Heimumgebung zu ermöglichen. Für einen Teil der Menschen bringt eine anschließende Rehabilitationsbehandlung eine zusätzliche Besserungschance. Lässt die Krankheit eine weitere Versorgung im gewohnten Umfeld nicht mehr zu, beraten wir gerne zu  alternativen Betreuungs- und Versorgungsmöglichkeiten.