Hypertonie

 

Hypertonie

Über 20 Prozent aller Menschen haben einen erhöhten Blutdruck. Die Erkrankung ist heimtückisch: Selbst sehr hohe Blutdruckwerke verursachen in der Regel keinerlei Symptome. Wichtig ist es deshalb, den Blutdruck regelmäßig zu messen. Doch welche Folgen kann ein unbehandelter Blutdruck haben? Wie wird ein erhöhter Blutdruck festgestellt? Welche Therapiemaßnahmen gibt es und welche Auswirkungen haben Ernährung und Sport? 

Sie fragen, wir antworten

Wie merke ich, dass ich an Bluthochdruck leide?

Das heimtückische ist, dass ein erhöhter Blutdruck zwar sehr gefährlich ist, aber lange Zeit keinerlei Beschwerden verursacht. Deshalb sollte jeder seinen Blutdruck mindestens einmal im Jahr messen lassen. Wir gehen davon aus, dass mindestens jeder Dritte mit Bluthochdruck nicht weiß, dass sie diese Erkrankung haben.

Was ist die Ursache eines hohen Blutdrucks?

In über 90 % der Fälle ist hoher Blutdruck genetisch bedingt. Dies ist auch der Grund dafür, dass eine Blutdruckbehandlung meist lebenslang durchgeführt werden muss.

Wodurch sind die übrigen Fälle von Bluthochdruck bedingt?

Wenn ein erhöhter Blutdruck festgestellt wird schließt der Arzt behandelbare Ursachen wie zum Beispiel Nierenerkrankungen und hormonelle Störungen aus.

Welche Gefahren bedingt ein erhöhter Blutdruck?

Bei einem nicht oder nicht ausreichend behandelten Blutdruck steigt das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Herzschwäche, Durchblutungsstörungen der Beine und Nierenschwäche. Mittlerweile wissen wir auch, dass das Risiko, im höheren Alter eine Demenz zu entwickeln deutlich ansteigt, wenn im mittleren Lebensalter ein Bluthochdruck nicht oder nicht ausreichend behandelt wurde.

Wie wird ein erhöhter Blutdruck behandelt?

Mit Medikamenten. Moderne Blutdruckmedikamente müssen nur einmal täglich eingenommen werden. Meist ist für die Behandlung eine Kombination aus zwei Wirkstoffen notwendig. Diese sind heutzutage in einer einzelnen Tablette enthalten.

Gibt es auch nichtmedikamentöse Therapien?

Selbstverständlich ! Durch regelmäßige Bewegung im Ausdauerbereich kann ein erhöhter Blutdruck deutlich gesenkt werden. Zudem verringert sich das Risiko für Folgeerkrankungen (z. B. Herzinfarkt) erheblich.

Wie oft muss ich dafür Sport treiben?

Für Normalgewichtige idealerweise mindestens 30 Minuten fünfmal pro Woche. Wer Gewicht verlieren will, sollte auch Einheiten von einer Stunde Dauer einbauen, da die Fettverbrennung nach 30 Minuten erst so richtig in Schwung kommt und direkt nach dem Sport nichts essen, um den „Nachbrenneffekt“ auszunutzen.

Aber auch weniger körperliche Aktivität wirkt sich günstig auf den Blutdruck aus. Wer im Alltag Treppen steigt statt Aufzüge zu benutzen senkt damit schon sein Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. „Jeder Schritt zählt!“

Welche Rolle spielt die Ernährung?

In alle Industrienationen wird viel zu viel Kochsalz verzehrt- zwischen 8 und 12 Gramm täglich. Die Reduktion des Salzkonsums gehört in allen nationalen und internationalen Leitlinien zum Therapiestandard. Hier klaffen aber Theorie und Praxis weit auseinander: Nur etwa 10 % aller Patienten mit Bluthochdruck halten eine salzreduzierte Kost ein.

Wie viel Salz darf man pro Tag essen?

Die Reduktion der Kochsalzaufnahme auf 3 Gramm täglich führte zu einer Senkung des Blutdrucks um 23 mmHg- mehr schafft auch ein Medikament mit einem Wirkstoff nicht!

Gilt das nur für Menschen mit Bluthochdruck?

Nein! Vor wenigen Monaten ist eine Studie aus Kalifornien veröffentlicht worden, dass eine Reduktion des Kochsalzkonsums auf 3 Gramm täglich auch bei Menschen mit normalem Blutdruck das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erheblich reduziert.

Sollten wir also die Salzstreuer in den Mülleimer werfen?

Ja- aber das reicht leider nicht. Mehr aus 75 %des aufgenommenen Salzes ist in anderen Nahrungsmitteln- wie z.B. Wurst und Käse- „versteckt“. Hier ist die Lebensmittelindustrie aufgerufen, den Salzgehalt von Nahrungsmitteln zu reduzieren.

Leitung

Chefarzt

Dr. med. Andreas Leischker
Facharzt für Innere Medizin - Schwerpunkt Gesamte Innere Medizin
Notfallmedizin, Sportmedizin, Physikalische Therapie, Klinische Geriatrie, Naturheilverfahren und Qualitätsmanagement, Palliativmedizin, Physikalische Therapie und Balneologie

Kontakt

Sekretariat

Sandra Potrafke
T (02151) 334-1211
F (02151) 334-551210
E-Mail

Sprechstunden

nach telefonischer Voranmeldung